Montageanleitung Katzensichere Terrasse

Katzensichere Terrasse

Schutznetze sind eine Kompromisslösung für Stubentiger mit Freigang. Davor muss kein Vogel um sein Leben fliegen, dahinter keine Katze Autos und Giftköder fürchten.

Für viele Katzenfreunde ist eine gesicherte Terrasse der beste Mittelweg: kein unkontrollierter Freigang, aber dennoch frische Luft, Sonne und Beobachtungsposten für neugierige Vierbeiner.

Die Lösung ist ein fast unsichtbares Katzennetz, das sich zwischen den Pfosten einer Pergola anbringen lässt. Wichtig ist dabei nicht nur die seitliche Sicherung, sondern auch die Sicherung nach oben, damit die Katze nicht auf Querbalken oder andere Bauteile springt.

Warum eine gesicherte Terrasse sinnvoll ist

Das Zusammenleben mit Nachbarn ist oft konfliktbelastet – und Haustiere sind dabei regelmäßig ein Streitpunkt. Während Hunde meist zurückgerufen werden können, lässt sich eine Katze auf Streifzug durch Nachbargärten kaum aufhalten.

Gleichzeitig möchten viele Halter ihren Tieren etwas Freiraum bieten. Eine katzensichere Terrasse ist deshalb ein sinnvoller Kompromiss: Die Katze bleibt geschützt, und zugleich werden Vögel, Nachbarschaft und Straßenverkehr nicht zum Risiko.

Beispiel aus der Praxis

In dem hier beschriebenen Beispiel wurde eine Terrasse mit Pergola und Sichtschutzwand so gesichert, dass Mensch und Katze den Bereich gemeinsam nutzen können. Sogar eine Schiebetür in der Sichtschutzwand wurde integriert, damit man die Terrasse weiterhin direkt zum Garten hin verlassen kann.

Das Netz ist dabei von außen kaum sichtbar und kann zusätzlich als Kletterhilfe für Rankgewächse dienen. Laut der ursprünglichen Anleitung liegen die Materialkosten für Netz, Bambusstangen und Befestigungsteile bei rund 250,- Euro bei einer Terrassenfläche von 17,5 m²; die Montage dauert etwa einen Tag und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse.

Das brauchen Sie

  • Katzennetz
  • Bambusstangen oder Rundholzstangen
  • Nicht rostende oder kunststoffummantelte Haken
  • Schraubösen
  • Netzbinder oder kunststoffummantelter Draht
  • Schrauben, Dübel und je nach Bauweise weiteres Befestigungsmaterial
  • Säge, Schraubenzieher und übliches Werkzeug

Montage in einzelnen Schritten

1. Haken an den Pergola-Pfosten anbringen

Haken an Pergola-Pfosten anbringen

An den oberen und unteren Enden der Pergola-Pfosten werden nicht rostende oder kunststoffummantelte Haken eingeschraubt. Sie dienen später als Halterung für die Bambusstangen.

Wichtig ist, den Durchmesser der Haken an die Stärke der Stangen anzupassen. Maßgeblich ist dabei immer das dickste Ende der Bambusstange.

2. Stangen vorbereiten und einsetzen

Bambusstangen auf Länge zusägen

Die Bambusstangen oder Rundholzstangen werden auf die benötigte Länge zugesägt. Stangen bis 180 cm Länge sind häufig in Gartencentern erhältlich; längere Ausführungen bekommt man oft im Gärtnereibedarf.

Anschließend werden die Stangen durch die Haken geschoben. Statt Haken können alternativ auch gebogene Metallbänder als Schlaufen verwendet werden.

3. Netz zunächst nur provisorisch einhängen

Netz provisorisch einhängen

Das Netz wird zunächst nur provisorisch an die Haken gehängt.

Ganz wichtig: In diesem Stadium noch nichts abschneiden. Erst wenn alles sitzt und sauber gespannt ist, werden Überstände entfernt.

4. Netz durch die Stangen fädeln und straff spannen

Netz durch Bambusstangen fädeln

Die Bambusstangen werden erst oben und dann unten durch das Netz gefädelt und anschließend durch die Haken geschoben.

Spannen Sie das Netz so straff wie möglich. Laut Anleitung gibt das Material mit der Zeit etwas nach, daher lohnt es sich, von Anfang an mit guter Spannung zu arbeiten.

5. Überstehende Netzreste erst ganz zum Schluss abschneiden

Netz vollständig ausrichtenÜberstehende Netzreste abschneiden

Sobald das Netz vollständig befestigt und sauber ausgerichtet ist, können die überstehenden Reste abgeschnitten werden.

Dieser Schritt sollte wirklich erst am Ende erfolgen, damit bei der Montage noch genug Material zum Nachspannen und Ausrichten vorhanden ist.

6. Spalten im Bodenbereich katzensicher verschließen

Netz unter Bodenplatten schieben

Etwaige Spalten zwischen Bodenplatten und Bambusstangen lassen sich sicher verschließen, indem das Netz unter die Platten geschoben wird.

Gerade im unteren Bereich dürfen keine Schlupflöcher bleiben, denn selbst kleine Öffnungen können für Katzen schnell interessant werden.

7. Schraubösen entlang der Pfosten setzen

Schraubösen in die Pfosten drehen

Um das Netz in Längsrichtung an den Pfosten zu befestigen, werden im Abstand von etwa 15 bis 20 cm Schraubösen eingedreht.

So lässt sich das Netz gleichmäßig und stabil über die gesamte Höhe hinweg fixieren.

8. Netz mit Netzbindern oder Draht befestigen

Netz mit Bindern an Ösen befestigen

Mit Netzbindern oder kunststoffummanteltem Draht wird das Netz an den Ösen befestigt. Dazu wird das Material durch das Netz gefädelt, strammgezogen und um die Ösen geschlungen.

Achten Sie darauf, dass alles sauber und fest sitzt, damit Windlasten das Netz später nicht lockern oder verziehen.

Worauf Sie besonders achten sollten

  • Alle Schlupflöcher sicher verschließen.
  • Das Netz möglichst straff spannen, da es später noch etwas nachgeben kann.
  • Auch den oberen Bereich sichern, damit Katzen nicht auf Querbalken oder darüber hinaus springen.
  • Windbelastung mit einplanen, da Ritzen sonst schnell größer werden können.

Fazit

Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich eine Terrasse so absichern, dass Katzen frische Luft genießen können, ohne unkontrolliert in Garten oder Straße zu gelangen. Gleichzeitig bleibt die Terrasse weiterhin alltagstauglich für ihre menschlichen Nutzer.

Diese Anleitung wurde ursprünglich in der Zeitschrift NORA veröffentlicht.

BOY entwickelt Montagelösungen für Katzennetze seit über 45 Jahren - alle Produkte und Anleitungen finden Sie auf boy-katzennetze.de